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AlterKnacker´s Streiflicht Nr.3

5. August 2010

Es herrscht Ruhe im Land

Es ist aber keine Ruhe des Wohlbefindens und der Zufriedenheit.

Als ersten Grund sehe ich das Ende der Fußball-Weltmeisterschaft, diese Ruhe ist aber eher ein Erschöpfungszustand, denn viele waren Schweinsteiger, Özil und Thomas Müller in einer Person. Oh nein, gegen diese Spieler oder auch gegen die Mannschaft insgesamt werde ich bestimmt kein böses Wort verlieren, die waren Klasse.

Wer mich irritiert, sind die erschöpften ‚Fußball-Fans’, die es geschafft haben, unsere Realität so dermaßen auszublenden, dass hinterher keine Hirntätigkeit mehr erkennbar war. Aber vielleicht lebe ich auch nur auf dem falschen Planeten.

Zum Wohlfühlen brauche ich persönlich mehr, wie z.B im Jahre 1972, als das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt grandios scheiterte. Aber solche Sternstunden der Geschichte sind in diesem Land im Jahre 2010 in keiner Weise zu erwarten, sowenig, wie eine Regierung, die auch wirklich zum Wohle des deutschen Volkes regiert.

Natürlich, das Volk hält still und die Nicht-Regierung kann auch ganz beruhigt in die Sommerpause gehen, ganz besonders nach der ‚grandiosen’ Bundespräsidentenwahl, aber ich mache mir nun mal Gedanken auch über dieses Volk.

Aber so ganz unzufrieden bin ich auch nicht. Ich habe inzwischen eine Aufgabe gefunden, die wenn auch nicht bezahlt, so doch sehr befriedigend sein kann. Es hat wohl längere Zeit gedauert, diesen Weg zu finden, aber was sind ein paar Jahre gegen die kommende Zukunft, die ich allerdings ziemlich düster sehe, wenn ich nicht dazu in der Lage bin, wenigstens einige ‚Vernünftige’ zu finden, die helfen, Veränderungen herbei zu führen.

Gerade jetzt läuft im Fernsehen zum wiederholten Male im Nachtprogramm die Verfilmung der französischen Revolution, deren Anführer in unterschiedlichster Art in die Geschichte eingingen. Keine Angst, so überheblich bin ich ganz gewiss nicht, mich mit diesen Frauen und Männern zu vergleichen, meine Grenzen kenne ich. Ich kann mich wohl rein schriftlich so einigermaßen ausdrücken, wenn ich aber eine Rede halten müsste, würde ich kläglich versagen, sogar mit Manuskript. Darum schreibe ich und ich habe meine Plattform hier im Blog gefunden, ohne Einschränkungen, ohne Zensur.

Und die Resonanz gibt den anderen und mir recht und was noch wichtiger ist als die Messung der Zugriffszahlen, das ist die Verweildauer durch lesen auf unserer Seite. Wir werden wahrgenommen. Also können wir auch versuchen, was zu bewirken. Wir können und müssen unbequem sein, denn selbstzerstörerische Bequemlichkeit wird von keinem Gesetz unterstützt.

Aber vielleicht reicht mein Schreiben auch nur im Endeffekt zu einer solchen Schlagzeile, die ich aber lieber veröffentliche als die Marke von Guido´s Aftershave.

Hier lesen

Immerhin hat dieser Mann in seinem kleinen Rahmen mehr erreicht, als das ganze Volk der Dichter und Denker in den letzten 20 Jahren.

‚Wir’ sind zu bequem und satt geworden, ‚uns’ ist Party und Besitz inzwischen wichtiger als Menschlichkeit und Mitgefühl. Und dabei spreche ich im Moment noch nicht mal von der Lumpenelite, sondern von DIR und MIR.

* So, jetzt noch etwas zum Abschluss dieses Streiflichts. Ab heute werde ich die Kolumne nummerieren, damit sie schneller gefunden werden kann als nach dem Datum sortiert.

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One Comment leave one →
  1. Andy Delario permalink
    19. August 2010 21:47

    Oh je, jetzt werden also hier die Stammtischmeldungen abgesetzt!

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